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Bergsteigen am Shishigatake

Am Montag war hier in Japan mal wieder Feiertag und ich und Sara wurden von ein paar Japanern zum Bergwandern eingeladen. So haben wir uns hier am Bahnhof in der Nähe getroffen um anschliessend nach Ise zu fahren(mal wieder^^). Dort angekommen wurden wir mit dem Auto abgeholt und sind erstmal zum Berg Shishigatake(nicht so berühmt) gefahren. Die Fahrt an sich war schon eindrucksvoll da die Straßen hier doch bissle anders sind, und weil es ziemlich steil hochging teilweise.

Am Berg angekommen sind wir dann auf dem Bergpfad ca. 1km nach oben gewandert. Als Pfad würde ich das aber nicht bezeichnen da es eigentlich nur Bäume waren, die mit Stoff oder Markierungen versehen waren, denen man folgen sollte. Am Anfang haben wir allerdings eine andere Route eingeschlagen(dank mir) und kamen net so gut voran^^

Nichtsdestotrotz sind wir auf dem Gipfel angekommen. Die Aussicht dort war echt super und mir hat es da sehr gefallen, auch wenn es oben dank dem Wind ziemlich kalt wurde. Wir haben bei der Superaussicht zu Mittag gegessen und sind dann wieder den Berg runter um anschliessend noch in der alten Stadt von Ise(mal wieder) bissle rumzulaufen. Da alles allerdings kurz nach Einbruch der Dunkelheit geschlossen wurde, waren wir recht früh wieder daheim.

Schaut euch mal die beeindruckenden Bilder an;)

Beim Bergsteigen:

Laubfärbung(momiji\kouyou):

Die Aussicht von ganz oben:

Am Fluss waren wir auch. War schön. Im Sommer solls aber echt schön sein dort. Wurden auch schonmal eingeladen zum Grillen im Sommer dort^^

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Fragen über Fragen

… habe ich an die Kurzzeitjapaner unter euch. In den vergangenen Tage habe ich dann und wann über die kleinen Unterschiede zwischen Japan und Schland nachgedacht, über das, was einem im Alltag vor Ort vielleicht nicht auffällt, was aber aus der Ferne schon klar als Unterschied zu erkennen ist. Ich frag einfach aus Neugierde und weil es mir so verdammt viel Spaß gemacht hatte, den Post von Raphi über ihren Kreuzzug mit Flo zum Burger King und das dort ausgetragene, legendäre Gefecht mit dem Windows 7 Burger zu lesen 🙂

Meine Fragen, in keiner bestimmten Reihenfolge:

  • Ich habe bei Reisen in Europa etwa die Erfahrung gemacht, dass der Kaffee in Irland etwas wässriger, in der Slowakei und Kroatien dafür aber ein ganzes Stück würziger ist. Wie ist der Kaffee, wie sind dessen Geschmack und Qualität in Japan?
  • Wie sehen die Gullideckel in den Straßen bei euch aus? Könntet ihr vielleicht ein, zwei Bilder davon machen? Ich hab vor einem Weilchen bei Pink Tentacle mal Auszüge aus einer Sammlung richtig hübscher Gullideckel gesehen und mich würd interessieren, ob es solche Deckel auch auf den Straßen in eurer Umgebung gibt.
  • Gibt es Dinge, Nahrungsmittel, Dienstleistungen aus Schland, die ihr in Japan vermißt oder von denen ihr es praktisch finden würdet, wenn man dazu so problemlos und günstig Zugang hätte wie in Deutschland (z.B. Brot, Bahnfahrzeiten, bestimmte Schokoladensorten, Eisdielen, Bücherläden wie Thalia etc.) ?
  • Dem gegenüber: Gibt es japanische Dinge, die ihr in euren Alltag und/oder Ernährungsplan aufgenommen habt, die ihr bei der Rückkehr nach Deutschland vermissen würdet?
  • Deutschland ist eines der wenigen Länder in Europa und der ganzen Welt, dass sich eine (recht kostspielige) Spaziergängerkultur in seinen Nutzwäldern leistet. Überall finden sich teils bestens ausgeschilderte Wanderwege, jede Region hat ihre eigenen besonderen Wanderrouten und auf den Wegen finden unterwegs und an den Aussichtspunkten jede Menge Sitzbänke und dann wann auch überdachte Wanderhütten. Gibt es in den japanischen Feldern und Wäldern etwas Vergleichbares? (wäre evtl. durch einen ausgedehnten Spaziergang in Erfahrung zu bringen ^^)

Das wärs dann fürs Erste mal 🙂 Würd mich total freuen, wenn ihr die Augen nach den angesprochenen Dingen offenhalten und hier vielleicht ein, zwei Zeilen dazu schreiben könntet 🙂

Sekijuku+Iga

Am letzen Wochenende wurde ich von meiner Gastfamilie bzw. von der Tochter der Gastmutter und ihrem Mann eingeladen mit ihnen ein paar Städte in der Umgebung anzuschauen.
Am Sonntag waren wir in Sekijuku und in Iga. Sekijuku war eine Station(Übernachten, Pferde ausruhen lassen etc.) an der früheren Straße, die von Tôkyô nach Kyôto führte. Ein ziemlich langer Weg also. Sekijuku lag dabei so in der Mitte der Strecke und ist somit sehr berühmt gewesen. Die ganze heutige Altstadt liegt heute an dieser einen langen Straße. Es war sehr interessant zu sehen wie man früher dort Halt gemacht hat und in welchen Zimmern man übernachtet hat usw. Diese durfte man nämlich betreten. Auch waren wir in einer ganz alten Schmiede. Alles in allem war das ein guter Eindruck der damaligen Zeit.
Anschliessend sind wir dann mit dem Auto nach Iga gefahren. Iga ist die Stadt der Ninja. So sieht man überall Sachen, die etwas mit den Ninjas zu tun haben. In Iga waren wir in dem alten Museum, in der alten Burg von Iga sowie auch in einem Ninja-Museum. Letzteres war sehr sehr interessant da man dort über die Techniken(Ninjutsu) sowie die Werkzeuge der Ninja und ihre Waffen einiges erfahren konnte.Außerdem wurde uns auch ein Ninja-Haus gezeigt, dass sehr viele verschiedenen Möglichkeiten hat sich zu verstecken, rauszuhuschen etc.. Sehr eindrucksvoll. Was mich auch beeindruckt hat, war die Tatsache, dass die meisten Sachen dort auch ins Englische übersetzt wurden.

Nach den Städtereisen war ich noch bei den Paar daheim und habe zu Abend gegessen und fern geschaut. Es war also ein sehr erholsamer Tag für mich^^

Nun aber noch paar Fotos:

Sekijuku:
Die Tôkaidô:

Eine Gaststätte:
Man musste sich vor dem Eintreten die Füße waschen

Das Bad

Die Räume

Die Rezeption^^

Teller, Tassen etc.

Tragekorb für reichere Personen

Iga:

Das Schloss von Iga:

Im Schloss:

Aussicht vom Schloss aus:

Andi und die Ninja^^

Verschiedenes:
Das hat einer vor dem Schloss gemalt. Voll gut find ich

Schönes Laub

Verkehr in Japan

Ich will hier mal ein bisschen meine Erfahrungen mit dem Verkehr in Japan schildern:

In Japan fährt man wie in England auch auf der Linken Seite und es gilt hier auch eher links vor rechts und nicht wie in Deutschland rechts vor links. Viele Fahrradfahrer benutzen jedoch auch die rechte Seite zum fahren und auf dem Campus fährt eh jede/r wie es ihm/ihr passt.
Fahrradfahrer benutzen meist die Gehwege am Staßenrand (falls vorhanden), ansonsten eben den Rand der Straße, der für Fahrradfahrer gedacht ist. Das an sich ist gar net schwer zu erlernen. Nach ein paar Tage hatte ich das Linksfahren und links vor rechts bereits integriert. Ab und zu passiert es aber noch, dass ich auf der rechten Seite fahre und merke, dass es die falsche Seite ist^^
Die meisten Japaner besitzen übrigens mind. ein Fahrrad und man trifft eigentlich fast keinen Studenten, der keins besitzt. Es gibt überall Fahrradparkplätze und vor allem an den Bahnhöfen sind diese vollgestopft bis geht nicht mehr. Irgendwo anders zu parken wird mit einer Geldstrafe geahndet. Man sollte also zumindest an Bahnhöfen aufpassen wo man sein Fahrrad stehen lässt.

Zum Autofahren kann ich nicht recht viel sagen da ich es hier mit meinem Führerschein nicht machen darf. Ich bin aber einige Male schon bei Japanern mitgefahren und von ihnen das eine oder andere über das Verkehrssystem in Japan erfahren.

So gibt es mehrere verschiedene Straßen(Staatliche und private). Außerdem gibt es ähnlich wie bei uns auch quasi eine Schnellstraße….die Höchstgeschwindigkeit beträgt aber denk ich mal so um die 130km\h. Also ist Japan nichts für Raser. Japaner sind immer wieder erstaunt, dass man bei uns teilweise auch über 200km\h fahren darf und so weiter.
Auch sind in Japan nicht alle Straßen kostenlos benutzbar. In den Autos ist meistens(bzw. meines Wissens nach) GPS eingebaut und je nach Straße auf der man fährt muss man einen ensprechenden Betrag zahlen. Meistens jedoch eher nur für die privaten Schnellstraßen. Das geht irgendwie mit der Kreditkarte, die direkt im Auto einfach in ein Schlitz reingesteckt wird. Viel mehr weiss ich darüber aber nicht.

Achja….Rot bedeutet in Japan nicht immer anhalten!!!
Bei einem blinkenden rot kann man noch irgendwie rüber, muss aber eben auf die anderen Verkehrsteilnehmer aufpassen. Auch kann man in bestimmten Situationen über rot fahren weil man doch irgendwie Vorfahrt hat. Ganz genau kenne ich die Regeln aber nicht.

Zum Fahrrad ist noch zu sagen, dass Vieles verboten ist. So darf man nicht zu zweit auf einem Fahrrad fahren, mit einem Schirm in der Hand fahren oder einfach so rumklingeln. Da das aber die meisten Japaner auch alle machen, passen wir uns an und machen es auch so^^

Augenstärke

Im Japanischuntericht hatten wir eine Lektion über das Austrocknen des Auges bei Verwendung des Computers den ganzen Tag lang und anderen Sachen. Auf jeden Fall kamen wir dann auf die Augenstärke und wie man diese in Japan misst und angibt. Das fand ich selbst sehr interessant weil ich erstens eine Brille trage und zweitens weil es hier in Japan ganz anders gemacht wird wie bei uns:

So ist der beste Wert(Für Kurzsichtigkeit(- …)) 2.0 und der schlechteste Wert bei 0,001 etwa. Also ganz anders als bei uns. Für Weitsichtigkeit(also + … bei uns) haben sie nochmal ein anderes System. Außerdem gibt es noch Altersweitsichtigkeit, das nochmal anders gehandhabt wird.

Also sehr anders das Ganze wie bei uns. Ich glaub das sollte man dann auch wissen wenn man nach Japan kommt^^

Unifest(Gakusai)

Am vorletzten Wochenende war hier an der Mie Universität 2 Tage lang ein Uni-Fest. Am Freitag wurden die Zelte, Bühnen etc. dafür vorbereitet und am Montag wurden diese wieder abgebaut. Das Ganze haben die Studenten selbst organisiert. Jeder Club(Kendô,Schach,Tanzen,Baseball,Fussball etc…) hatte seinen eigenen Stand und hat etwas zum Essen oder Trinken verkauft.

Neben sehr sehr vielen verschiedenen Essmöglichkeiten bei den Zelten, gab es auch noch 3 Bühnen, auf denen je nach Uhrzeit verschiedene Sachen vorgeführt wurden. Eine Bühne war eigentlich nur für Musikbands gedacht, die nacheinander ihre Lieder bzw. Coverlieder gespielt haben. Eine Bühne war in der Sporthalle. Dort wurde vor allem getanzt. Auf der Hauptbühne(am größten) gab es ziemlich viel Unterschiedliches. So gab es Tanzeinlagen, Akapellagesang, ein Wettbewerb für das beste Frauenoutfit(Männer haben sich als Frauen verkleidet und auch so getan)(den Japanern ist halt nichts peinlich^^) sowie auch noch Sänger und Karatevorführungen.
Es gab also viel zu sehen und zu hören. Auch waren wir bei einer Aufführung des Gitarren- und Mandolinenclubs. Die haben echt sehr gut gespielt. Hat mir gefallen.

Im Prinzip waren wir also an dem Wochenende von Mittags bis Abends auf dem Campus, haben gegessen, Musik gehört und einige komische Japaner kennengelernt^^

Hier ein paar Fotos:

Stände und Bühnen:


Einen sehr komischen Namen hatte dieser Stand oO ….Ich glaub die wussten net was es heisst. Bei denen haben wir nichts gekauft ^^

Auftritte und Aufführungen:
Genau zur richtigen Zeit fotografiert^^


Der „Wer gibt die beste Frau ab- Wettbewerb“

Akapella-Gesang

Tanzeinlage

Lotto-Ziehung(Die Gewinner erhielten verschiedene Essensgutscheine usw.)

Wir und die Japaner^^

Die waren echt komisch drauf oO

Der Neko-Club (Katzenclub)…Katharina ist da Mitglied

Ich und paar Mädels

Onsen

Es ist nun zwar schon etwas länger her(2 Wochen oder so), aber ich wollte euch mal von meiner ersten Onsen-Erfahrung erzählen.

Onsen sind quasi japanische Thermalbäder, in denen man allerdings getrennt nach Geschlecht(es gibt auch nicht getrennte) nackt bzw. bedeckt mit einem kleinen Tuch(zu klein für mich) in einem/mehreren Becken voll heißem Wasser aus einer Thermalquelle badet.
Dabei duscht\wäscht man sich komplett bevor man ins Thermalbad reingeht und geht dann ab und zu wieder raus weil es sehr heiss wird und kippt sich einen Eimer kalten Wassers über den Körper.

Genau das habe ich zumindest gemacht. Da wir(Ich, ein spanischer Wohnheimmitbewohner und die Mädels) abends in dem Onsen in der Nähe waren, war außer uns da keine Japaner da. War quasi ziemlich privat^^
Nach 2 Stunden rein und raus aus dem Becken waren wir dann alle sehr erholt, aber auch sehr hungrig und sind dann anschließend zum Kaiten-Sushi(Sushirestaurant bei dem Sushi auf einem Band rotiert(kaiten)). Das war sehr lecker^^

Mir hat das Onsen sehr gefallen, aber es war ein ziemlich kleines eigentlich mit einem Becken für etwa 8-10 Personen. Und es war in einem geschlossenen Raum. Ich will unbedingt mal in ein größeres und auch eins wo man draußen sitzt(vor allem im Winter ist das denk ich mal sehr schön). Eventuell gehen wir nächste Woche in ein Onsen, das hier in der Umgebung sehr berühmt ist(wohl das beste Onsen in Mie) und probieren das mal aus^_^

Fotos gibts nicht…hoffe ihr versteht warum ^____^