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Archive for März 2010

Miyajima

Am letzten Freitag war ich und Daniel auf unserer Reise auf die Insel Miyajima in der Nähe von Hiroshima gefahren. Und zwar sind wir vom Hauptbahnhof mit der Bahn bis zur Fährenstation gefahren und dann mit der Fähre rüber auf die Insel. Berühmt ist die Insel vor allem für das Torii(Schreintor) des Itsukushi-Schreines==>Miyajima, das auf sehr vielen Postkarten, Reisebüchern etc. drauf ist. Auch hab ich von meinen Freunden bereits ZWEI von diesen Postkarten gekriegt mit dem Torii drauf. Deswegen und weil ich das sehr schön finde, war das eigentlich ein Muss auf unserer Reise. Perfekt also, dass es gleich neben Hiroshima liegt.
Auf der Insel angekommen, wurden wir erstmal von Rehen verfolgt, die uns unser Frühstück net essen lassen wollten. Hat mich natürlich gleich an Nara erinnert. Auf Miyajima laufen die Rehe nämlich auch frei rum und „attackieren“ jeden Touristen, den sie sehen^^ Nachdem wir uns ein paar Tempel angeschaut haben, sind wir bis zum Itsukushi-Schrein vorgedrungen wo auch schon sehr viele andere Touristen waren. Hier bot sich die Gelegenheit viele schöne Photos zu machen. Denn nicht nur das Torii im Wasser ist sehr schön, sondern auch der Schrein, der auf dem Wasser zu stehen scheint wenn es Flut gibt. In diesem Schrein wurde bei gutem Wetter auch eine Hochzeit abgehalten, die wir uns ein bisschen angeschaut haben.
Nach vielen Photos und weiteren Schreinen sind wir dann noch zum Daisho-in, einem buddhistischen Tempel der Shingonsekte, gegangen. Dieser war sehr groß und schön. Vor allem sind mir die ganzen kleinen süßen Buddhastatuen aufgefallen sowie auch eine Statue von einem Tengu, einem mystischen Wesen, das sich anscheinend auf dem Berg Misen der Insel aufgehalten hatte\aufhält und zum Tempel auch „vorbeischaut“. Das zumindest hat mir ein Mönch nach einer Frage meinerseits erklärt.
Anschliessend sind wir dann noch in die Einkaufspassage gegangen wo es nur so vor Läden wimmelte, die die Momiji-manjû(mit roter Bohnenpaste gefülltes Kleingebäck in Ahornblattform) herstellten und verkauften. Nach einer Probe wurde dies als omiyage(Mitbringsel) gekauft^^
4-5 Stunden haben wir auf der Insel verbracht und diese Stunden haben sich auf jeden Fall gelohnt. Ich empfehle es jedem diese Insel mal zu besuchen. Meistens besucht man sie ja auch wenn man in Hiroshima ist.

Photos auf Flickr 😉

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Hiroshima

Am letzten Mittwoch bin ich mit Daniel, einem mittlerweile guten Kumpel aus Spanien, nach Hiroshima gereist. Und zwar sind wir mit der Zug von Tsu bis Ôsaka gereist und haben dann in Ôsaka den Nachtbus nach Hiroshima genommen weil das halt die günstigste Variante war\ist. Shinkansen(Schnellzug wie z.B. ICE) ist zwar um Einiges schneller, aber auch um Einiges teurer. Und da wir ja eigentlich Zeit haben ohne Ende, passt das Reisen auf diese Weise schon ganz gut.

Als wir am Morgen in Hiroshima angekommen sind, haben wir erstmal unser Gepäck im Hostel verstaut und haben uns mit der Tram auf den Weg zum Genbakudom(Atombombendom) gemacht. Dieses Gebäude ist nämlich noch einigermassen erhalten geblieben als die erste Atombombe am 6.August 1945 über Hiroshima abgeworfen wurde. Es wurde somit auch ein Symbol für die Stadt Hiroshima, die zwar wieder aufgebaut werden konnte, jedoch aber sehr unter den Bedingungen nach dem Atombombenabwurf gelieten hatte. Näheres hier: Atombombenkuppel

Danach sind wir im Peace Memorial Park(Friedenspark) gewesen sowie dann auch im Friedensmuseum von Hiroshima. Das Museum war sehr gut und sehr interessant und gab mir schon zu denken. Es ist sehr traurig wenn man immer wieder die Zahlen der Menschen liest, die beim Atombombenabwurf gestorben sind oder ,die an deren Nachwirkungen leiden mussten. Auch wird dort gezeigt was eine Atombombe anrichten kann, warum es genau Hiroshima sein musste und wie die Explosion vonstatten ging.

Später haben wir noch das Schloss von Hiroshima besucht, was zwar sehr interessant war, aber jetzt im Nachhinein da ich das Schloss von Himeji gesehen habe, ziemlich klein und unwichtig erscheint. Jedoch ist es immer wieder interessant sich so ein Schloss in Japan anzuschauen da man nicht nur die Geschichte des Schlosses, sondern auch die Geschichte der Herrscherfamilien und des Landes um das Schloss herum mitbekommt. Zudem war viel in dem Schloss auf Englisch,was zum einem nicht wirklich oft vorkommt, und das dann auch viel erleichtert hat^^

Anschliessend waren wir noch einem sehr schönen Garten(Shukkeien) wo wir uns enspannt haben und schöne Fotos machen konnten. Der See in dem Garten sowie das viele Grün und die Brücke sind sehr schön find ich und sind auf jeden Fall einen Blick wert. Für Studierende in Japan gibts sogar eine Ermäßigung 😉

Auch waren wir in der Innenstadt wo es nur so von Pachinko-Hallen wimmelte und sehr sehr vielen Läden. Aber daran haben wir uns eigentlich schon gewöhnt. Es ist aber immer wieder witzig zu sehen wieviele Menschen doch in diese Hallen zieht^^

Abends waren wir dann noch essen. Wir haben in Ôsaka bereits Ôkonomiyaki(Ôkonomiyaki) gegessen und wollten das mit den berühmten sogenannten Hiroshimayaki vergleichen. Diese sind eine der Spezialitäten(meibutsu) Hiroshimas und man muss das quasi gegessen haben wenn man in Hiroshima war. Es wahr sehr lecker und hat mir mehr gefallen als das in Ôsaka, jedoch schmeckt Ôkonomiyaki eigentlich überall^^. Eine Empfehlung ist es aber trotzdem;)

Bilder und Kommentare gibt es auf Flickr zu sehen sobald ich sie hochgeladen habe.

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Zwischenfazit

Nachdem ich nun bereits 5 Monate lang in Japan gewesen bin, und ab jetzt noch fast ziemlich genau ein halbes Jahr wieder hier bin, wollte ich mal ein Zwischenfazit schreiben…

Mir gefällts bis jetzt in Japan ganz gut. Am Anfang war es zwar net einfach irgendwie Anschluss zu finden, aber es hat dann ja doch geklappt. Meine Gastfamilie hat viel dazu beigetragen, dass ich mich auch hier einigermassen wohl fühlte am Anfang. Und auch jetzt noch helfen sie mir wenn ich Hilfe brauche. Es ist glaub ich immer gut Kontakt zu Einheimischen zu haben da sie einem dann auch alles zeigen und erklären können. In den 5 Monaten lernte ich viele interessante Leute kennen, habe die japanische Kultur erlebt, japanisches Essen(was ja seeehr wichtig ist) sowie die japanische Nettigkeit und Gastfreundschaft genosssen, und habe mein Japanisch soweit verbessert, dass ich nun auch ganz normal mit Japanern reden kann ohne ins Stottern zu kommen oder minutenlang nach Vokabeln zu suchen.
Kurz und knapp: Es hat sich bis jetzt bereits gelohnt

Negative Erlebnissse hatte ich eigentlich noch kaum, und auch wenn nicht alle Japaner gut auf Ausländer zu sprechen sind, hatte ich bis jetzt nie Probleme damit gehabt. Ein paar Sachen sind mir jedoch ziemlich auf die Nerven gegangen. Dazu gehören zum Beispiel die nicht wirklich durchdachte Bauweise der Häuser und das Heizen mit dem AirConditioner. Das ist mir vor allem aufgefallen als ich für 3 Wochen in Deutschland war und bei mir daheim mit T-Shirt rumlaufen konnte ohne Probleme. Am Anfang war es für mich sogar zu heiss weil ichs nicht gewohnt war.
Zum anderen ist natürlich die ewige Bürokratie zu bemängeln. Zumindest ging\geht sie mir auf den Geist manchmal. Zettel müssen alle komplett und korrekt ausgefüllt werden, unnötige Dokumente herangeschafft werden, und man muss sich jeden Monat melden sowie jedes Mal was ausfüllen wenn man mal weggeht. Man soll sogar Bescheid geben wenn man über Nacht mal net da ist….wer macht das schon?? oO
Ansonsten geht mir der Wind hier manchmal echt auf die Nerven weil der einfach zu stark ist teilweise und dann halt auch kalt. Ich hoffe im Sommer wird es dann eine angenehmere Erfahrung^^

Nun sinds also noch knapp 6 Monate die ich noch hier in Japan bin. Da es bald wärmer wird, wird es glaub auch viel mehr Spass machen als im Winter als es teilweise doch sehr kalt war und ich net so die Lust hatte rauszugehen…die Japaner auch net wirklich. Ich habe mir vorgenommen mit Kendô weiterzumachen sobald ich wieder dazukomme und weiterhin Sport in welcher Form auch immer zu treiben. Auch will ich natürlich versuchen hier vor Ort gute Freunde zu finden mit denen ich dann auch noch in Kontakt bleiben kann wenn ich wieder in Deutschland bin. Ich will auch Japan erkunden und werde mein Semester eher damit verbringen in ganz Japan rumzureisen solange mein Budget das mitmacht….
Die erste Reise trete ich bereits heute an: Es geht nach Osaka und dann nach Hiroshima(Hiroshima) wo ich mit einem Kumpel die Gedenkstätte für die Atombombenopfer usw. besuchen werde. Außerdem steht noch die Insel Miyajima(Miyajima) mit dem berühmten roten Torii(Schreintor) im Wasser sowie das Schloss Himeji(Himeji), das ab April für 5 Jahre geschlossen wird, auf dem Programm.

Bilder und Berichte kommen dann sobald wie möglich

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